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Rangliste Swiss Cup

Team Turniere Punkte
TWF
4
37
KPZ
4
27
KCRJ 1
4
24
CCF 4
15
KCRJ 2 4
13

Nächste Turniere

Spielverderber vom Schanzengraben

Geschrieben von: René Stauffer (TA) Freitag, 07. Oktober 2011

Artikel aus dem TagesAnzeiger vom 26. September 2011, Bericht: René Stauffer

Die Sonne scheint, wie schon tags zuvor, à discrétion vom blauen Spätsommerhimmel. Es gibt Countrymusic, einen Wettbewerb, Kuchen und Hörnlisalat, die Portion für 3.50 Franken. Etwa 400 Zuschauer und eine Handvoll VIP's für die ein Zelt montier wurde sowie Häppchen und Weisswein bereitstehen, tummeln sich rund um das 50-m-Becken im idyllischen Freibad Frauenfeld. Das ist an diesem Wochenende zweckentfremdet, weil die besten Kanupolo-Teams ihre nationale Meisterschaft austragen, ihren Saison-Höhepunkt. "Wir werden wahrscheinlich im Final stehen", hat Raffael Inglin, der Organisationschef, schon gewusst bevor der erste Ball im Tor versenkt wurde, da zwei Meter über der Wasseroberfläche schwebt und mit 1 mal 1.5 m doch eher klein ist. "Wir", das ist das Eliteteam der Thurgauer Wildwasser Fahrer, das auf dem nicht sonderlich wilden Weier von Pfyn zu trainieren pflegt und zu den Vorzeigeklubs dieser Sportart in der Schweiz zählt. Inglin ist das Gesicht dieser Veranstaltung: Es ist eine Stütze seines Klubs, Trainer der U21-Nationalmannschaft, die 2012 an der Wm in Polen eine Medaille anstrebt, und eben OK-Chef. Später wir er noch im Spielmontur am Mikrofon die Siegerehrung leiten.

Vier Teams unter sich

Inglins Zuversicht hat nicht mit Überheblichkeit zu tun. Kanupolo ist in der Schweiz eher eine überschaubare kleine Welt, eine Nische innerhalb einer Randsportart. Es gibt nur drei, vier Klubs die Medaillenchancen haben; die Thurgauer, Zürich, Rapperswil und Fribourg - wobei selbst die zweiten Teams von Zürich und Rapperswil noch zu den Top 6 zählen. Tatsächlich erreichen die Thurgauer, die neben Gastgeber auch Titelverteidiger sind, das Endspiel, das über zwei Spiele führt, mit allfälliger Verlängerung. Finalgegner ist Zürich wie immer in den letzten Jahren. Der "ewige Rivale", der auf dem Schanzengraben bei der neuen Börse trainiert, führt, was die Schweizermeister-Titel betrifft, 8:5.

Die Zürcher haben am Morgen den ersten Finaldurchgang gewonnen, Thurgau ist vor der letzten Partie unter Zugzwang. Aber doch guten Mutes. Umso mehr, als vorgängig die Thurgauerinnen die erstmals ausgetragene Meisterschaft der Frauen gewinnen. Während sich die Männer auf den Final vorbereiten, kehren sie eben zurück in den Kajak-Park unten bei den Garderoben. "Abends feiern wir gemeinsam!", ruft einer im Übermut. Einige stimmen sogar kurz das Thurgauer Lied an: "O Thurgau, du Heimat, wie bist du so schön." Der FInal hält sich dann aber nicht an der von ihnen vorgesehene Drehbuch. Die Einheimischen, die 2010 zu Frauenfelds Sportlern des Jahres gewählt wurden, fallen rasch mit 0:2 zurück. Und als der Zürcher Ueli Kurmann ihr erstes Tor kurz nach der Pause mit dem 1:3 und 1:4 beantwortet, ist die Sache entschieden. Der Spielverderber aus der Grossstadt gewinnt 5:2, feiert seinen 9. Meistertitel. "Wir wussten, dass es schwierig wird, wenn die Zürcher vollzählig sind", sagt Inglin, als er aus dem Wasser gestiegen ist. "Wir konnten nur verlieren, als Organisator und Titelverteidiger" führt der ETH-Student der Mikrobiologie und Immunologie an. Seinen gebrochenen Daumen erwähnt er nicht. Kurmann, mit drei Treffern im Final der Zürcher Matchwinner, spricht von einem hochklassigen, attraktiven und vor allem fairen Spiel. Und wirklich: So hart gekämpft wird, so brutal die Positionskämpfe von aussen scheinen, in denen Kanu auf Kanu und Paddel auf Paddel prallt, so kollegial ist die Stimmung. Die meisten kennen sich gut, viele auch aus der Nationalmannschaft.

So hart wie Eishockey

Nachwuchssorgen scheinen die Klubs nicht zu kennen. Die Faszination der Sportart, die Inglin als "Handball in Kanus mit der physischen Härte des Eishockeys" beschreibt, erfasst auch viele Jugendliche, die teilweise in gemischten Teams spielen. "Kanupolo ist einfach speziell, anders als Fussball und Eishockey, und dabei doch ein Teamsport", sagt Florian ein Leistungsträger der Thurgauer Junioren. Er bedauert, dass der Wettkampf schon fertig ist - nach sieben Spielen. Kanupolo mag eine Randsportart sein, doch gerade deshalb eröffnet es ungeahnte Möglichkeiten. Der Weg in die Nationalmannschaft ist kurz, Reisen ins Ausland häufig. "Fast jedes Wochenende spielen wir irgendwo ein Turnier in Europa", sagt Inglin. "Das schweisst zusammen. Wir sind wie eine grosse Familie".

 

Schlussbericht Kanupolo Europameisterschaften Madrid 2011

Geschrieben von: Marius Dienstag, 13. September 2011

Nach einer Woche in Madrid kehrt die Schweizer Delegation von den 9. Kanupolo Europameisterschaften zurück. Mit unterschiedlichen Gefühlen kehren die verschiedenen Mannschaften nach Hause.

Nach dem sensationellen vierten Platz an der Weltmeisterschaft waren die Herren mit grossen Erwartungen in die Europameisterschaft gestartet. Am Donnerstag, dem ersten Tag des Turniers schienen sich diese Erwartungen zu bestätigen. Man gewann alle drei Spiele, sogar gegen den amtierenden Europameister Italien. Am zweiten Tag erlebte das Team bei der Niederlage gegen Holland einen ersten Dämpfer, qualifizierte sich aber mit zwei weiteren Siegen souverän für die Zwischenrunde.
Die dortigen Gegner, der amtierende Weltmeister Frankreich, Grossbritannien und Europameister Italien stellten sich am Samstag als zu grosse Hürden für die Schweizer heraus. Die Schweizer kämpften stark und kamen in allen Spielen dem Sieg nah, schlussendlich fehlte aber die Konsequenz im Abschluss und auch das nötige Quäntchen Glück. Am Sonntag gewannen die Herren dann im Spiel gegen Irland souverän und platzierten sich auf dem siebten Schlussrang. Das Finalspiel gewann 2011 Frankreich, das nun den Doppeltitel als Welt- und Europameister trägt. Die Franzosen deklassierten im Endspiel Deutschland mit 6:1. Bronze sicherte sich Grossbritannien im kleinen Final gegen die Niederlande.

Die Schweizer Damen-Nationalmannschaft startete zuversichtlich ins Turnier. Im zweiten Spiel konnten die Schweizerinnen gegen Russland den ersten Sieg davontragen. Gegen Dänemark, Italien und Frankreich musste man sich jedoch geschlagen geben. In der Rangierungsgruppe trafen die Damen erneut auf die Italienerinnen. Die Schweizerinnen konnten sich aber im Verlauf des Turniers merklich steigern und boten den Italienerinnen einen harten Kampf. Schlussendlich musste man sich knapp mit 3:4 geschlagen geben. Das Abschluss-Spiel gegen die Irinnen gewannen die Schweizer Damen dann souverän mit 7:1, ein sehr versöhnlicher Abschluss. Mit dem neunten Platz verpasste man zwar den angestrebten achten Schlussrang, erreichte jedoch das erklärte Ziel, wertvolle Erfahrungen auf internationalem Niveau zu sammeln. Das Spiel der Schweizerinnen verbesserte sich von Partie zu Partie. „Hätte das Turnier noch einen Tag länger gedauert, hätten wir wohl alles gewonnen“ scherzt Trainer Christian Doppler zum Abschluss des Turniers.

Für ein starkes Resultat sorgten hingegen die jungen Spieler der Schweizer U21. Im Startspiel trafen die Jungs auf den scheinbar übermächtigen Gegner Deutschland. Die Schweizer konnten dem Gegner jedoch die Stirn bieten und verloren nur knapp mit 2:3. Ein Resultat welches sich als sehr wertvoll herausstellen sollte. Mit einem Sieg über Dänemark und einem guten Torverhältnis (unter anderem aus dem Spiel gegen Deutschland) erreichte man die Zwischenrunde. Dort verloren die jungen Schweizer zwar gegen Polen, konnten doch gegen die Niederlande ein beachtlichtes 4:4 Unentschieden herausholen. Das Resultat aus dem Vorrundenspiel gegen Deutschland nahm man in die Zwischenrunde mit. Durch das wiederum gute Torverhältnis konnten die Schweizer, welche alle noch mindestens zwei Jahre in der U21 Kategorie spielen können, die Holländer hinter sich lassen.
Als Gruppendritter bildete das Spiel um den fünften Platz gegen Spanien den Abschluss der Europameisterschaft. In diesem Spiel am Sonntag lieferten sich die jungen Schweizer mit den Gastgebern einen spannenden Kampf. Erst kurz vor Schluss konnten die Spanier mit dem Treffer zum 3:2 den Sieg für sich verbuchen. Mit dem tollen sechsten Platz, dem besten Ergebnis einer Schweizer U21 bisher, qualifizierte sich die Mannschaft für die Weltmeisterschaften 2012 in Poznan (Polen). Man darf gespannt sein, wie sich die jungen Spieler in der nächsten Zeit entwickeln!

 

Die Resultate vom Sonntag

Herren (Spiel um Platz 7)
Schweiz : Irland
5:3
Herren U21 (Spiel um Platz 5)
Schweiz : Spanien
2:3

Ranglisten

Herren

  1. Frankreich
  2. Deutschland
  3. Grossbritannien
  4. Niederlande
  5. Italien
  6. Spanien
  7. Schweiz
  8. Irland
  9. Dänemark
  10. Polen
  11. Schweden
  12. Portugal
  13. Begien
  14. Russland

Damen

  1. Grossbritannien
  2. Frankreich
  3. Deutschland
  4. Niederlande
  5. Spanien
  6. Polen
  7. Italien
  8. Dänemark
  9. Schweiz
  10. Russland
  11. Irland

Herren U21

  1. Frankreich
  2. Deutschland
  3. Italien
  4. Polen
  5. Spanien
  6. Schweiz
  7. Grossbritannien
  8. Niederlande
  9. Russland
  10. Dänemark
  11. Irland
  12. Portugal
 
 

EM 3. Tag: Genutzte und verpasste Chancen

Geschrieben von: Marius Samstag, 10. September 2011

Der Samstag, der dritte Tag an den Europameisterschaften im Kanupolo in Madrid stand im Zeichen der Zwischenrunden. Die Herren waren gut ins Turnier gestartet. Mit nur einer Niederlage in sechs Spielen ging es in die Zwischenrunde. Als Hürden zum Halbfinal standen hier Grossbritannien, Frankreich und Italien. Nach zu vielen Eigenfehlern ging die Partie gegen die Briten mit 4:6 verloren. Den bis jetzt im Turnier dominiernden Franzosen konnten die Schweizer lange Paroli bieten und mussten sich letztendlich trotzdem 2:3 geschlagen geben. Die Kraft und Geschwindigkeit der Franzosen war beeindruckend. Sie sind ein heisser Kandidat auf den Europameistertitel. Gegen Italien konnte die Mannschaft dann erneut eine gute Leistung abrufen. Trotzdem passierten zu viele Fehler, worauf die Italiener mit 5:2 gewannen.
Wegen einer Unregelmässigkeit im Spiel gegen die Briten – der Gegner hatte einen nicht akkreditierten Spieler eingesetzt – musste die Partie am Abend und mit spektakulärem Flutlichteinsatz wiederholt werden. In dieser „Night Session“ lieferten sich die Schweizer und die Briten einen spannenden Kampf mit vielen Toren und starken Szenen. Die Mannschaft aus Grossbritannien vermochte auch bei dieser Reprise die Oberhand zu behalten, gewann schlussendlich mit 4:3 und machte die Schweizer Halbfinalhoffnungen zunichte. Die Herren spielen morgen Sonntag um Platz 7.

Nicht mehr im Rennen waren bereits zu Beginn des heutigen Tages die Damen. Sie spielten heute in ihrer Gruppe um die Platzierung von Platz 7 bis 11. Die Schweizerinnen spielten stark gegen ein aggressives Italien und verloren nur knapp mit 3:4. Eine Leistungssteigerung der Schweizer Damen während des Turniers war deutlich zu sehen. Im Abschluss-Spiel traf man auf Irland. Nach einem etwas harzigen Start dominierten die Schweizerinnen jedoch die Irinnen. Unter den Anfeuerungsrufen der U21 veranstalteten die Damen ein Schaulaufen und beendeten die EM mit einem versönlichen 7:1 und einer sehr soliden Leistung. Sie beenden das Turnier auf dem 9. Platz.

Die U21, wie die Herren in der Zwischenrunde, mussten sich am Morgen mit 0:4 gegen Polen geschlagen geben. Mit der Leistung konnten die Spieler trotzdem zufrieden sein. Gegen den sehr starken Gegner hatte man an vergangenen Turnieren in diesem Jahr jeweils deutlich höher verloren. Diese Leistung gab den jungen Spielern ein gutes Selbstvertrauen für das Spiel gegen die Niederlande. Die Jungs konnten ihr stärkstes Spiel an der Europameisterschaft abrufen und den Holländern ein 4:4 Unentschieden abringen. Auf dem dritten Zwischenrundenplatz spielt die U21 morgen das Spiel um Platz 5, es wäre das beste Resultat einer Schweizer U21 an einer Europameisterschaft.

Die Herren und U21 gilt es morgen also für ihre Schlussspiele anzufeuern. Ebenfalls finden die Finals aller Kategorien und die Schlussveranstaltung statt. Kanupolo.ch wird anfang nächster Woche einen Schlussbericht zur Europameisterschaft veröffentlichen.

 

Die Resultate der Zwischenrunde, 3. Tag

Herren (Gruppe Q)
(Schweiz : Grossbritannien
4:6)*
Schweiz : Frankreich
2:3
Schweiz : Italien
2:5
Schweiz : Grossbritannien
3:4

* Spiel wiederholt wegen Regelverstoss Grossbritannien

Damen (Gruppe R)
Schweiz : Italien
3:4
Schweiz : Irland
7:1
Herren U21 (Gruppe P)
Schweiz : Polen
0:4
Schweiz : Niederlande
4:4
 
 

Polo EM Madrid: Herren und Herren U21 qualifizieren sich für die Zwischenrunde

Geschrieben von: Marius Freitag, 09. September 2011

Am zweiten Tag der Europameisterschaften in Madrid hat sich die Nationalmannschaft der Herren souverän für die Zwischenrunde qualifiziert. Nach einem Sieg gegen Schweden (3:1) und der bisher einzigen Niederlage gegen den zweifachen Weltmeister Holland (3:7), gewannen die Schweizer zum Abschluss der Vorrunde mit 2:1 gegen Irland.
Für den morgigen Tag stehen nun schwierige Spiel auf dem Programm. Mit Italien (Europameister 2009), Frankreich (Weltmeister 2010) und England müssen hochkarätige Gegner geschlagen werden, um am Sonntag im Halbfinale spielen zu können.

Die Damen konnten sich leider nicht für die Zwischenrunde qualifizieren. Gegen die Italienerinnen verlor man mit 0:5. Im letzten Spiel der Vorrunde traf man auf die Frauenmannschaft von Frankreich. Die Französinnen sind heisse Titelanwärterinnen und liessen dann den Schweizerinnen keine Chance. Morgen Samstag trifft die Schweiz auf Italien und Irland, um zusammen mit Dänemark und Russland – gegen die man bereits gespielt hat – die Plätze 7 bis 11 auszumachen.

Den ersten Sieg konnte heute Morgen die U21 gegen Dänemark verbuchen (4:0). Dieser Sieg reichte trotz der späteren Niederlage gegen Grossbritannien zur Qualifikation für die Zwischenrunde. So sind die jungen Schweizer bereits in den ersten Acht. In der Zwischenrunde treffen sie nun am Samstag auf Polen und die Niederlande.

Vieles ist möglich für die Herren und die U21. Auch die Damen können ihr anvisiertes Ziel vom 7. Platz noch erreichen. Es bleibt spannend!

 

Die Resultate der Vorrunde, 2. Tag

Herren (Gruppe A)
Schweiz : Schweden
3:1
Schweiz : Niederlande
3:7
Schweiz : Irland
2:1
Damen (Gruppe B)
Schweiz : Italien
0:4
Schweiz : Frankreich
3:10
Herren U21 (Gruppe A)
Schweiz : Dänemark
4:0
Schweiz : Grossbritannien
1:7
 
 

Kanupolo Europameisterschaften Madrid, 1. Tag

Geschrieben von: Marius Donnerstag, 08. September 2011

Heute Donnerstag begann um 7:30 mit dem Spiel Deutschland – Schweiz der Herren U21 die 9. Kanupolo Europameisterschaften. Die jungen Schweizer starteten sehr gut und stellten sich gegen die ubermächtig geglaubten Deutschen als ausgesprochen aufsässig heraus. Jeweils an einen 0:2 und 1:3 Rückstand konnten sie sich jeweils bis auf einen Zähler herankämpfen. Schliesslich mussten sie sich nach einem stark gespielten Match mit 2:3 geschlagen geben. Trotzdem meint U21-Spieler Damian Nüssler: „Das war mein bisher bestes Resultat mit der U21!“. Leider verlief es nicht wunschgemäss weiter: Auch das zweite Spiel gegen die sehr starken Italiener musste man preis geben. Dieses Mal jedoch deutlicher, mit 2:6. Im dritten Spiel des Tages war, wohl auch wegen der Hitze, die Konzentration der Schweizer geschwunden. Gegen Russland verlor man ebenfalls deutlich mit 2:5 und einer unterdurchschnittlichen Leistung. „Die Chancen auf das Erreichen der oberen Zwischenrunde sind noch intakt, aber wir müssen uns dafür deutlich steigern.“ meint U21-Trainer Raffael Inglin. Dafür gilt es am Freitag Dänemark unbedingt zu schlagen. Der letzte Gegener in der Gruppenphase ist Grossbritannien, ebenfalls ein harter Brocken.

Anders verlief der Tag für die Herren. Im Vorfeld lagen bereits viele Hoffnungen auf den Elite-Spielern, nach ihrem sensationellen 4. Platz an der WM von letztem Jahr in Mailand und der bereits stark gespielten Saison. Das Auftaktspiel gegen die Belgier wurde wie erwartet mit 8:2 klar zu Gunsten der Schweizer entschieden. Mit viel Spannung erwartet wurde dann das Spiel gegen den amtierenden Europameister Italien. Die Schweizer zeigten sich sehr stark, kämpften hart und spielten den Ball sicher. Man liess nichts anbrennen und ging früh in Führung! Diese Führung konnte im Verlauf des Spiels gehalten, verteidigt und sogar ausgebaut werden. Am Schluss stand es 4:1 für die Eidgenossen. Der Trainer Ilja Vyslouzil dazu: „Es ist das erste Mal, dass die Jungs gegen Italien an einer EM oder WM gewinnen. Eine super Leistung und ein tolles Spiel.“ Er spielt damit auch auf die knappe und bittere Niederlage gegen denselben Gegner im kleinen Final an der WM in Mailand im Jahr zuvor an.
Mit gestärktem Selbstvertrauen stiegen die Herren dann in den dritten Match des Tages gegen Portugal ein. Die überlegenen Schweizer bauten zur ersten Halbzeit eine komfortable Führung auf. In der zweiten Halbzeit ging die Intensität des Schweizer Spiels zurück und die Portugiesen kamen besser ins Spiel. Es schlichen sich auch Fehler ins Schweizer Spiel ein. Nichtsdestotrotz resultierte am Schluss ein sehr klares Ergebnis von 8:1 für die Schweizer. Am zweiten Tag der Vorrunde müssen sie nun gegen die Niederlande, Schweden und Irland antreten. „Wir liegen gut im Fahrplan, die Chancen auf die zweite Runde sind sehr gut. Jetzt müssen wir unsere Leistung auch gegen die starken Holländer und Schweden bestätigen.“ sagt Vyslouzil dazu.

Die Damen starteten gegen den Gastgeber Spanien in die Europameisterschaft. Die Spanierinnnen, die man aus gemeinsamen Trainingslagern gut kennt, stellten sich als die erwartet unbezwingbaren Gegnerinnen dar und die Schweizerinnen mussten sich mit 1:5 geschlagen geben. Durch den guten Einsatz blieb aber das Selbstvertrauen intakt und so gingen die Damen zurversichtlich in das zweite Spiel, wo der Gegner Russland hiess. Früh gerieten die Schweizerinnen jedoch mit 0:1 in Rücklage.  Man kämpfte jedoch weiter und konnte noch vor der Halbzeit ausgleichen. In der Folge spielten die Damen stark und gingen erstmals in Führung. Diese Führung konnte man verteidigen und so gewannen die Schweizerinnen den Match mit 4:2. Mit ihrem dritten Spiel schlossen die Damen gleichzeitig den ersten Turniertag ab. Die Däninnen waren ein Gegner, den man im Vorfeld nicht recht einzuschätzen wusste. „Sie haben an vergangenen Turnieren sehr gute wie auch sehr schlechte Resultate gezeigt.“ Heute schienen die Gegnerinnen einen guten Tag eingezogen zu haben und konnten, auch mit Hilfe einer zum Teil unkonzentrierten Schweizer Abwehr, bald auf 4:0 davon ziehen. Die Schweizerinnen rannten in der Folge dem Rückstand hinterher. Nachdem im zweiten Abschnitt die Emotionen wieder stärker hervor kamen, konnten die Helvetierinnen immerhin noch auf 3:5 verkürzen. „Wir haben heute eine Achterbahn der Gefühle erlebt“ resumiert Trainer Christian Doppler. „Morgen, mit den Spielen gegen die Niederlande und Frankreich, müssen wir versuchen, unsere Chance auf die obere Zwischenrunde zu wahren. Ziel bleibt das Erreichen des siebten Platzes an dieser EM“.

Nach einem intensiven Auftakt zur Kanupolo EM in Madrid geht es am Freitag, dem zweiten Tag der Vorrunden, sehr spannend weiter. Kanupolo.ch wird wieder direkt aus Madrid berichten. Weitere Infos finden sich auf www.canoepolomadrid.org.

 

Die Resultate der Vorrunde, 1. Tag

Herren (Gruppe A)
Schweiz : Belgien
8:2
Schweiz : Italien
4:1
Schweiz : Portugal
8:1
Damen (Gruppe B)
Schweiz : Spanien 1:5
Schweiz : Russland
4:2
Schweiz : Dänemark
3:5
Herren U21 (Gruppe A)
Schweiz : Deutschland
2:3
Schweiz : Italien
2:6
Schweiz : Russland
2:5